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Sind Polyamorie und Asexualität Gegensätze?
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Wauwau




Alter: 45
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 05.04.2007
Beiträge: 2498
Wohnort: Wien
BeitragVerfasst am: Do Nov 22, 2012 6:37    Titel: Antworten mit Zitat

Ich kenne viele Leute, die sich als polyamourös definieren.

STABILE Dreier- und Viererbeziehung darf man sich darunter NICHT vorstellen.

"Ich bin poly" bedeutet " Ich habe einen Sexualtrieb wie ein unkastrierter Hund". Angebalzt wird grundsätzlich alles, so deutlich und unfreundlich kann das NEIN DANKE der Gegenseite gar nicht sein.

Mit seelischer Liebe hat das nichts zu tun, denn die müsste einige Zeit wachsen und so ewig lange kann kein Poly mit den sexuellen Handlungen warten.

Eine Beziehung geht, wenn der Poly es schafft, die vom monogamen Pertner gesetzen Grenzen einzuhalten. (Safer Sex!!!)

Dem hiesigen Poly-Stammtisch weiche ich großräumig aus.
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Then let us pray that come it may /As come it will for a´that/ That Man to Man the world o´er/ Shall brothers be for a´that. (Robert Burns)
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SchuffiPupsi




Alter: 31
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 23.04.2012
Beiträge: 1587
Wohnort: In der Mitte von M-V
BeitragVerfasst am: Do Nov 22, 2012 16:52    Titel: Antworten mit Zitat

Feluca hat folgendes geschrieben:

SchuffiPupsi hat folgendes geschrieben:
Aber das:
Zitat:
Die Übergänge zwischen polyamor und polygam sind also fließend


Sehe ich ganz anders! Kann sein,muss aber nicht.... Wink
Polygam heißt zu Deutsch = Mehrehe. Eine Ehe wurde früher durch GV besiegelt. Demzufolge würde ich Polygam mit "Sex mit mehreren Partnern" übersetzen. Polyamor zu sein heißt aber nicht, dass man mit allen PartnerInnen Sex hat! Also sind die Übergänge für mich ebenfalls fließend.

SchuffiPupsi hat folgendes geschrieben:
Ich kann also monogam und poliamorös leben-das schließt sich absolut nicht aus.... Wink
zustimmen

SchuffiPupsi hat folgendes geschrieben:
Eine Beziehung führen (mit Zusammenwohnen, Heirat, Kinder usw) kann ich nur mit EINEM, obwohl ich mehrere liebe.... Wink
Heiraten kannste in Deutschland nur Eine/n, stimmt, aber der Rest ist Blödsinn. Es kann ja zB. auch ne polyamore WG gegründet werden, inkl. Familie & Kinder, was auch schon häufiger gemacht wurde. Wink




Nein, für mich ist das eben nicht fließend, sondern ein klarer Unterschied, der mit Hochzeit und GV gar nichts am Hut hat.... Wink
Möglicherweise ist es für sexuelle Menschen fließend, was weiß ich!

Für MICH aber nicht-wie ich schrieb-kann sein, muss aber nicht....


Und zum Zweiten:
ICH spreche von MIR.... Und ICH bin poliamorös, führe aber nur mit EINEM Menschen die von mir beschrieben Art einer Beziehung.....
Logisch, das andere sind dann im Folgeschluss auch Beziehungen/Bindungen zu Menschen, nur eben nicht in der Form wie sie nach Außen hin als Partnerschaftsbeziehung betrachtet werden.... Wink

Natürlich können das andere anders machen-wer aber mit mehreren zusammenlebt, Kinder hat usw. ist meines Erachtens nach eindeutig poligam.... Wink
Und ich sprach aber von Poliamorie OHNE Poligamie (da die zwei Dinge für MICH nicht zusammenhängend sind)...
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SchuffiPupsi




Alter: 31
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 23.04.2012
Beiträge: 1587
Wohnort: In der Mitte von M-V
BeitragVerfasst am: Do Nov 22, 2012 16:57    Titel: Antworten mit Zitat

Wauwau hat folgendes geschrieben:


Mit seelischer Liebe hat das nichts zu tun, denn die müsste einige Zeit wachsen und so ewig lange kann kein Poly mit den sexuellen Handlungen warten.


Das was du beschreibst, hat damit tatsächlich nichts zu tun, aber auch nichts mit Polyamorie.... Wink
Du beschreibst Leute, die gerne durch die Gegend poppen (was jedem sein gutes Recht ist)-das hat allerdings mit der Begrifflichkeit nicht viel am Hut! Razz

Polyamorie meint schon was anderes als einen Freifahrtsschein zum Bum***....

Gibt doch auch genug Leute mit Trauma, die sich asexuell nennen-klingt halt besser!
Und was anderes ist das, was du schreibst auch nicht.... Wink

Polyamorie klingt doch besser als -ich poppe einfach nur gerne mit vielen Menschen rum-.... Obwohl es dafür sicher auch eine Begrifflichkeit gibt (ich würde in dem Fall eher von polygam sprechen, aber auch das trifft es nciht richtig)....
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Forum Lurker




Alter: 52
Sexualität: Sexuell
Anmeldungsdatum: 22.11.2007
Beiträge: 1782
BeitragVerfasst am: Do Nov 22, 2012 18:08    Titel: Antworten mit Zitat

Feluca hat folgendes geschrieben:
Forum Lurker hat folgendes geschrieben:
eine Ehe gerantiert eine gewisse Stabilität...

Ach ja...? häää? Die Scheidungsrate ist mit über 50% so hoch wie nie:

http://www.wirtschaftsnachrichten.org/mehr-news/3769-scheidungsrate-ueber-50-prozent.html


Das meint nicht Beziehungsstabilität, das meint das Paare kalkulierbarer und dadurch Gesellschaftspolitisch interessanter sind. Man könnte auch sagen Eheleute und Kirchgänger erhalten den Status Quo.

Außerdem stammen diese Ehegesetze in der Regel noch aus einer Zeit in der Scheidung nicht die Norm bzw. gar nicht möglich war. Smile
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"We are never half so interesting when we have learned that language is given us to enable us to conceal our thoughts."


Zuletzt bearbeitet von Forum Lurker am Fr Nov 23, 2012 19:00, insgesamt einmal bearbeitet
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Feluca




Alter: 44
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 09.11.2012
Beiträge: 81
Wohnort: Hannover
BeitragVerfasst am: Do Nov 22, 2012 22:53    Titel: Antworten mit Zitat

Wauwau hat folgendes geschrieben:
"Ich bin poly" bedeutet " Ich habe einen Sexualtrieb wie ein unkastrierter Hund". Angebalzt wird grundsätzlich alles, so deutlich und unfreundlich kann das NEIN DANKE der Gegenseite gar nicht sein.
"Ich bin Poly" bedeutet nicht zwangsweise, dass es sich um eine polyamore Person handelt! Und mir ist leider auch schon ein paar Mal aufgefallen, dass das Label "Polyamor" als Berechtigung dafür missbraucht wurde, um die eigene Promiskuität zu rechtfertigen. Diese Leute machen das entweder absichtlich oder haben schlichtweg keine Ahnung vom Unterschied zwischen PolyAmor und PolyGam, und ziehen zudem die gesamte Begriffsgruppe um "Polyamore" in den Dreck. Solchen würde ich gerne sonstwas um die Ohren hauen... kotzen Leider lesen auch viele "polyamor" und denken darauf hin "polygam", weil sie das andere Wort und dessen Bedeutung nicht kennen. Mad
Wie auch schon SchuffiPupsi ähnlich schrieb: Polyamory ist kein Freifahrtschein für Promiskuität oder Querbeet-poppen! Polyamory hat als Voraussetzung, dass alle Beteiligten Bescheid wissen was Sache ist, damit JEDER frei entscheiden kann, ob er die Beziehung SO führen will.


Wauwau hat folgendes geschrieben:
Mit seelischer Liebe hat das nichts zu tun, denn die müsste einige Zeit wachsen und so ewig lange kann kein Poly mit den sexuellen Handlungen warten.
Vorausgesetzt der Poly***** ist sexuell! Wink

Ich möchts doch nochmal verdeutlichen:

polyamor IS NOT THE SAME AS polygam !!!

Das Eine hat mit dem Anderen eigentlich nichts zu tun, sie treten nur oftmals gemeinsam auf. -.-



Wauwau hat folgendes geschrieben:
Eine Beziehung geht, wenn der Poly es schafft, die vom monogamen Pertner gesetzen Grenzen einzuhalten. (Safer Sex!!!)
1. Safer Sex ist garantiert keine Regel, die nur von monogamen Partnern kommen! Razz
2. Gäbe es einen riesen Krach, wenn sich eine/r nicht an die ausgehandelten Regeln hält! Die Beziehung steht damit auf dem Spiel - das ist aber auch in Mono-Beziehungen so.
3. Dieses Problem gibt es unter jeder Art von Beziehung, die mehr als 1:1 geführt wird. Und gelogen werden kann sowohl in 1:1 als auch in Poly-Beziehungen!
4. Polys die wechselnde Sex-Partner haben, sollten sich eigentlich freiwillig und regelmäßig diversen gesundheitlichen Tests (HIV-Antikörper etc.) unterziehen.
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http://aven-forum.de/viewtopic.php?t=8335&postdays=0&postorder=asc&start=0
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SchuffiPupsi




Alter: 31
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 23.04.2012
Beiträge: 1587
Wohnort: In der Mitte von M-V
BeitragVerfasst am: Fr Nov 23, 2012 14:17    Titel: Antworten mit Zitat

Ich wollte grade noch meinen letzten Beitrag editieren, weil ich nun auch auf das Wort -promiskuitiv- gekommen bin! Razz

War mir gestern glatt entfallen der Begriff.... Very Happy


Ja, hier wird einiges alles zusammen in einen großen Topf geworfen, wobei man differenzieren müsste...
Natürlich stellt sich jeder alles in seinem Leben individuell zusammen und da KANN es auch Überschneidungen geben-nur das sollte man nicht verallgemeinern.... Wink
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Wauwau




Alter: 45
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 05.04.2007
Beiträge: 2498
Wohnort: Wien
BeitragVerfasst am: Mi Nov 28, 2012 10:47    Titel: Antworten mit Zitat

Feluca hat folgendes geschrieben:
Wauwau hat folgendes geschrieben:
"Ich bin poly" bedeutet " Ich habe einen Sexualtrieb wie ein unkastrierter Hund". Angebalzt wird grundsätzlich alles, so deutlich und unfreundlich kann das NEIN DANKE der Gegenseite gar nicht sein.
"Ich bin Poly" bedeutet nicht zwangsweise, dass es sich um eine polyamore Person handelt! Und mir ist leider auch schon ein paar Mal aufgefallen, dass das Label "Polyamor" als Berechtigung dafür missbraucht wurde, um die eigene Promiskuität zu rechtfertigen. Diese Leute machen das entweder absichtlich oder haben schlichtweg keine Ahnung vom Unterschied zwischen PolyAmor und PolyGam, und ziehen zudem die gesamte Begriffsgruppe um "Polyamore" in den Dreck.


Was du schreibst, klingt sehr theoretisch.

Ja, ich kenne die drei, vier Internetseiten, die "Polyamorie" in die Nähe von "Mehrehe" stellen.Sie sind in der Minderzahl.


Der Ausdruck PolyGAM spricht von Dauerbeziehungen- die PolyAMORIE lehnt sich an Amor=Eros=Gott der begehrlichen Liebe an.

Polygamie ist unbegreiflicherweise illegal, obwohl speziell Migranten darunter dauerhafte, wirtschaftlich orientierte Eheverhältnisse verstehen würden.

Polyamorie ist geduldet, weil man rumpoppen schwer kontrollieren/verbieten kann.

Auf den meisten Inet-Plattformen heißt polyamor so viel wie ständiger Partnerwechsel.

Der hiesige Polyamorie-Stammtisch wird nicht von Menschen besucht, die zu viert auf Dauer glücklich sind, sondern von solchen, die praktisch ständig und mit jedem irgendwas Erotisches tun wollen.
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Forum Lurker




Alter: 52
Sexualität: Sexuell
Anmeldungsdatum: 22.11.2007
Beiträge: 1782
BeitragVerfasst am: Mi Nov 28, 2012 17:36    Titel: Antworten mit Zitat

Wauwau hat folgendes geschrieben:
Polygamie ist unbegreiflicherweise illegal, obwohl speziell Migranten darunter dauerhafte, wirtschaftlich orientierte Eheverhältnisse verstehen würden.


Aber wohl nur in der ein Mann mehrere Frauen Variante, nicht im umgekehrten Fall. Smile
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Feluca




Alter: 44
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 09.11.2012
Beiträge: 81
Wohnort: Hannover
BeitragVerfasst am: Di Dez 04, 2012 0:57    Titel: Antworten mit Zitat

Wauwau hat folgendes geschrieben:

Der Ausdruck PolyGAM spricht von Dauerbeziehungen- die PolyAMORIE lehnt sich an Amor=Eros=Gott der begehrlichen Liebe an.
Ja und? Und stimmt nicht mal ganz. Polygamie bezeichnet die MehrEHE und nicht Dauerbeziehungen. Das ne Ehe andauern soll, ist aber schon klar, ne? Wink

Welcher Gott da reininterpretiert wird ist mir ziemlich egal. "Amore" heißt übersetzt "Liebe" und nicht Sex oder sonstwas. Was allerdings unter Liebe verstanden wird, das ist individuell.
Wer behauptet denn, dass "Begehren" zwangsweise "Sex" beinhaltet? (außer du in deinem Post anscheinend). Wenn ich jemanden begehre, muss ich nicht gleich Sex haben. So siehst du das doch aber, oder? Ich kann auch platonisch begehren. Ergo: hat nix mit zu tun.

Wauwau hat folgendes geschrieben:
Polyamorie ist geduldet, weil man rumpoppen schwer kontrollieren/verbieten kann.
Das ist, nach meiner Sicht, solange es nur um Sex geht, Polygamie, imo!
Polygamie wird rechtlich mit der Übersetzung MehrEhe gehandhabt - frag nen Anwalt! Solange die Rumpoppenden also nicht verheiratet sind, ist es, juristisch gesehen, legal. Razz
Und wie ich oben schon schrieb, wurde früher die Ehe durch Sex vollzogen und für gültig erklärt! Das ist im Islam noch heute so! Daher ist, meiner Ansicht nach, die Korrekte Bezeichnung vom eben Beschriebenen Polygamie und nicht Polyamorie, da Polyamorie laut Definition keinen Sex beinhalten muss. Polygamie aber schon.

Wauwau hat folgendes geschrieben:
Auf den meisten Inet-Plattformen heißt polyamor so viel wie ständiger Partnerwechsel.
Kann ich leider nix für, dass ein Begriff in den Dreck gezogen wird. Mich interessiert die eigentliche Bedeutung! Das ist ja, als würdest du einem Heiden seine Runen, die er zu religiösen Zwecken verwendet, verbieten, bloß weil die Nazis sie missbraucht haben. Der Heide ist aber kein Nazi! Und manche Polyamoren keine Betthüpfer!

Soll sich der "Heide" jetzt was Neues ausdenken oder was?

Ständiger Partnerwechsel wäre übrigens Promiskuität! Frag Wikipedia. Oder , um es mit dem Slang der 70er auszudrücken, "Freie Liebe" (die übrigens auch keine Polyamorie ist!).

Wauwau hat folgendes geschrieben:
Der hiesige Polyamorie-Stammtisch wird nicht von Menschen besucht, die zu viert auf Dauer glücklich sind, sondern von solchen, die praktisch ständig und mit jedem irgendwas Erotisches tun wollen.
Dann wird es höchste Zeit, dass dieser polyamore Stammtisch mal von asexuellen Polyamoren aufgemischt wird, um das Bild wieder zurecht zu rücken!
Allerdings: wenn die Betreffenden das so für sich untereinander ausgemacht haben und damit umgehen können, kann sie auch keiner aufhalten. Es widerspricht der Definition von Polyamorie nicht, wenn alle damit einverstanden sind.
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hylozoik




Alter: 64
Sexualität: Graubereich
Anmeldungsdatum: 25.11.2012
Beiträge: 123
Wohnort: in-meiner-welt.at
BeitragVerfasst am: Di Dez 04, 2012 2:10    Titel: Antworten mit Zitat

Zweier-Beziehungs-B(G)efängnisse Shocked waren nie so meins
- haben letztlich immer unglücklich geendet.
(Gründe: Wieso bist du nie eifersüchtig! Du bist so grenzenlos! Du, du, du ... uhh)

Kurz: polyamor ist für mich seit der Kindheit selbstverständlich gewesen.
Also, dass man mehrere Menschen gleichzeitig gern & lieb haben kann.
Das "mitliebende" hat für mich bereits in der Familie begonnen,
weil ich das Glück gehabt habe, mit einigermaßen gutmütigen, herzenslieben
Eltern aufzuwachsen (auch Verwandten usw.) Wink

Polyamor bzw. mitliebend bin ich geblieben.
Ich hab einige wenige Freunde & Feundinnen - aber die seit über 20 Jahren. Very Happy

UND HEUTE: Ich leb auch heut noch ztw. in WG's - und ja, Kommunen
regulieren & beleben wunderbar den Eigen- bzw. Selbstsinn. Laughing
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Frohsinn ist Übung ... ^L^ http://www.denkforum.at/find-new/posts
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luk69




Alter: 52
Sexualität: Graubereich
Anmeldungsdatum: 19.12.2010
Beiträge: 187
BeitragVerfasst am: Sa Jun 01, 2013 16:30    Titel: Antworten mit Zitat

„Traditionelle Partnerschaften werden in Zukunft immer seltener, stattdessen würden sexuelle Beziehungen mit mehreren Partnern zur gleichen Zeit, Sex nur nach terminlicher Vereinbarung oder Beziehungen ganz ohne Sex immer häufiger!“
schreiben Kelkheimer Zukunftsforscher in ihrem Magazin "Trend-Update". Hier ein Bericht zu dem Artikel in der Print-Ausgabe von Mai 2012:
http://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/zukunftsforscher-sex-und-beziehungen-aendern-sich-900988.php

In dem Artikel wird auch Asexualität erwähnt:
„Auf jeden Fall taugt Sexsucht nicht als allgemeine Zeit- oder Gesellschaftsdiagnose, denn am anderen Ende der Skala wird eine mindestens ebenso große Fraktion sichtbar, die mit Sex nichts am Hut haben will. Die Asexuellen machen etwa ein Prozent der Bevölkerung aus, mehrheitlich sind es Frauen, aber Männer sind genauso betroffen. Die längste Zeit als frigide oder impotent pathologisiert wächst das Bewusstsein der Betroffenen dafür, dass sie einfach nur eine weitere Farbe im Spektrum darstellen: „Asexualität ist eine vollkommen normale sexuelle Orientierung, die neben Hetero-, Homo- und Bisexualität ihren Platz hat“, erklärt etwa Peer Briken vom Institut für Sexualforschung in Hamburg.
Das neue positive Selbstbewusstsein der Asexuellen nahm seinen Ausgang 2001 in den USA mit dem von David Jay gegründeten „Asexual Visibility and Education Network“ (AVEN) und der zugehörigen Website. Sie wurde zum Kristallisationspunkt für viele, die bislang darunter litten, den gesellschaftlichen Sexnormen nicht zu entsprechen. Mittlerweile gibt es Ableger in vielen Ländern, Asexuellen-Stammtische in vielen Städten, ein Asex- Wiki auf Deutsch und in Berlin sogar eine eigene Radiosendung, die mittlerweile in einen Youtube-Channel umgezogen ist.“

Dass Impotenz (und Frigidität) teilweise eine Einbildung der (Sexual-)Therapeuten ist, glaube ich schon mal erwähnt zu haben.

Bei einem PolyPart-Modell (Polyamorie, Polygamie, offene Beziehung) kommt es zur Verwässerung zwischen Freundschaft und Partnerschaft. Die Grenze Freund(in)/Partner(in) wird unscharf und kann im Laufe der Zeit beliebig variieren. Solche PolyPart-Konstellationen haben`s einfacher, wenn die Partner einander gegenüber aufgeschlossen und ehrlich sind. Das ist zwar auch bei einer Zweierbeziehung wichtig, aber mit dem Unterschied, dass bei Polys die Exklusivität geteilt/vielfältig wird.

Wenn man sich über die eigene sexuelle Orientierung klar wird, wie manchmal hier im Vorstellungs-Forum zu lesen, kann es zu einem Befreiungsschlag kommen: „Oha! Bin froh, das Forum gefunden zu haben! Ich bin und war schon immer asex!“ So geschieht es nur, weil Asexualität noch weitgehend unbekannt ist. Aber meistens weiß man seit jeher über seine sexuelle Orientierung Bescheid. Eine Poly-Konstellation dagegen kann vielleicht schwer als sexuelle Orientierung verstanden werden. So kann man mit 20 ziemlich sicher sagen: „Ich bin homosexuell“, aber wohl kaum: „Ich bin polygam“. Ein PolyPart-Modell ist eher ein schleichender Prozess, in dem sich die einzelnen Personen zu einem Poly-Partner kontinuierlich entwickeln und sich an eine Lebensform anpassen. Vielleicht ist es mehr eine bewusste Entscheidung für einen Lebensstil (und eine Chance/Option/Lösung für sex/asex Paare(?)) als eine Veranlagung. Allerdings gibt es Menschen mit Charaktereigenschaften, die ihre Bereitschaft für eine Poly-Konstellation begünstigen. Dazu zählen z. B. verminderte/keine Eifersucht, niedrige Priorität oder unscharfe Grenze für Exklusivität in einer Partnerschaft, Kompromissbereitschaft/Bereitschaft für einvernehmliche Entscheidungen, Geduld, Offenheit. Hmm, vielleicht kann man das auch als Veranlagung sehen.

Beim PolyPart-Modell greifen meiner Ansicht nach ähnliche psychosomatische SOWOHL-ALS-AUCH-MECHANISMEN wie bei Bisexualität und Semisexualität, nur in einem anderen Kontext: „Ich fühle mich emotional und/oder körperlich sowohl zu dem einen als auch zu dem anderen Menschen hingezogen. Ich kann/will mein Leben sowohl mit dem einen als auch mit dem anderen Menschen gestalten/teilen“. Dann z. B. harmoniert man mit einem Partner auf der alltäglichen/häuslichen Schiene besser, mit dem zweiten passt es besser in Bezug auf Freizeit/Hobby und mit dem dritten passt am besten die sexuelle Ebene. So werden die Bedürfnisse ausbalanciert/optimiert und jede Beziehung behält ihren eigenen Sinn. Denn jeder ist eine komplizierte Person und es ist wohl unwahrscheinlich, dass eine einzelne Person alle unsere Bedürfnisse erfüllt. Man fühlt sich zu vielen Menschen auf verschiedene Art hingezogen (z.B. ich gehe meinem Hobby gerne nach, weil ich mich auch sehr wohl in Umgebung von diesen Menschen fühle), man könnte also gleichzeitig mehrere Menschen auf verschiedene Arten auch lieben. Liebe und Beziehung sind kein Monopol-/Besitzvertrag und Treue eine Definitionssache, das haben Johnson und ualuealuealeual gut erfasst. Durch die Freund-Partner-Verwässerung scheint diese Balance zumindest theoretisch von Vorteil zu sein (sozialer und emotionaler Ausgleich), in der Praxis erfordert eine derartige Multi-Tasking-Welt sehr viel Feingefühl und liefert evtl. dreimal so viel Probleme wie eine Zweier-Beziehung.

Die Bezeichnung Poly wird leider manchmal als Freikarte für Promiskuität missbraucht, wie schon oben erwähnt. Im Prinzip hat aber Polyamorie primär mit Sex nichts zu tun, denn man kann auch asexuell und polyamor sein. Bei Polyamorie handelt es sich um eine emotionale Anziehung durch zwei oder mehr Personen. Ob und inwiefern dabei Sexualität ausgelebt wird, ist eine andere Sache. Einige der Beteiligten können neutral einander gegenüberstehen, geschwisterliche Beziehungen hegen oder auch nur in freundschaftlichem Verhältnis zueinander stehen.

Polyamore werden meist von den monogam geprägten Menschen nicht verstanden und sogar stigmatisiert. Sie sind ähnlichen Schwierigkeiten/Konflikten wie Heterosexuelle gegen Homosexuelle oder Sexuelle gegen Asexuelle ausgesetzt. Und auch bei Polys werden einige Beziehungen kaputtgehen, denn sogar trotz glücklicher Liebe und einstimmigem (A)Sexualleben wird sich nicht jeder (monogame) Partner zu dieser Beziehungsform überwinden können (Eifersucht, Exklusivität, Einvernehmlichkeit). Doch gerade im Internet-Zeitalter kann sich ein PolyPart-Modell schnell (innerhalb einer Generation) etablieren.

PolyPart-Modell und (A)Sexualität
Den meisten Menschen ist Sexualität ein Grundbedürfnis, weshalb es in monogamen Beziehungen auch so gut wie ausgeschlossen ist, dass man nicht miteinander schläft. Wer da keinen Sex möchte, wird oft einem ungeheuren Druck ausgesetzt und läuft die Gefahr verlassen zu werden. Da es bei Poly-Variante keine sexuelle Exklusivität gibt, kann man mit anderen schlafen, ohne eine bestehende Beziehung beenden zu müssen. Poly-Varianten sind keine Gesamtpakete oder Monopolvertäge, wie eine zwischenmenschliche Beziehung auszusehen hätte. Sie sind eben offen dafür, sich in alle möglichen Richtungen zu entwickeln. Das heißt, dass man weder mit allen Menschen schlafen muss, die man liebt (Polyamorie), noch muss man alle Menschen lieben, mit denen man schläft (offene Beziehung). Es ist schon wichtig mit jemand aus Lust zu schlafen und nicht deshalb, weil man nur mit dem einzigen Menschen schlafen „darf". Sex kann sehr schön sein, aber auch sehr problematisch. Wenn Sex schön ist, muss man ihn nicht auf einen Menschen beschränken. Und wenn er problematisch für jemanden ist, macht es die Monogamie meist umso problematischer. Es kann nämlich eine große Erleichterung darstellen, auch keinen Sex haben zu müssen. Eine nicht-exklusive Beziehung kann also nicht nur freieren Umgang mit Sexualität, sondern auch weniger Repression bedeuten.
(in blau am 02.06. 10.15 nachgetragen/Luk)


Unter PolyPart-Modell verstehe ich:
Polygamie = eine Form häuslicher Gemeinschaft von mehr als zwei Partnern, wo alle gleiche Rechte/Ansprüche/Pflichten haben. Das bezieht sich in etwa auf Haushalt, Sexualität, Erziehung, Finanzen usw. Hier ein Beispiel: http://www.zeit.de/lebensart/partnerschaft/2010-12/polyamorie
Polyamorie = eine Partnerschaft zwischen mehr als zwei Personen. Die Form der Gemeinschaft kann sich sowohl auf der emotionalen als auch auf der körperlichen Ebene voneinander unterscheiden und variieren. Das heißt z. B, man kann Sex mit allen oder nur mit manchen Partnern haben.
(@ singing_now: Konkret in deinem Fall: Du liebst deinen Mann und pflegst mit ihm gemeinsame Interessen (emotionale Ebene), auf der körperlichen Ebene kommt es z. Zt. lediglich zum Kuscheln. Mit dem anderen Partner wird die körperliche Ebene intensiv, dafür die emotionale nur in geringem Maße erlebt. Wie sich manchmal solche Kombination weiter entwickeln könnte, hat Malza kurz hier berichtet . Das wäre eine noch „weiche“ Landung)
Offene Beziehung = eine Hauptbeziehung mit “erlaubten“ Kontakten (oft mit sexuellem Hintergrund) zu anderen Partnern.
Promiskuität = Geschlechtsverkehr mit häufig wechselnden Partnern oder mit mehreren Partnern parallel.

Außerdem werden die folgenden Bezeichnungen immer populärer:
LAT - „Living apart together“ (“Getrennt wohnen, zusammen sein”). Eine Light-Version von einer Zweierbeziehung („I“).
FWB - „Friends with Benefits“ („Freunde mit bestimmten Vorzügen“). Eine gute Freundschaft, die gelegentlichen/unverbindlichen Sex nicht ausschließt.
Sonstige Poly-Variationen: „V“, „N“, „W“, „Triade“, „Quad“

Man kann sich immer wieder neue Begriffe und Schubladen ausdenken. Letztendlich geht es darum, dass der Übergang von monogam zu polygam, wie auch sonst vieles im Leben fließend (taxonomisch) verläuft. Die ganze Poly-Welt erstreckt sich also irgendwo zwischen ein wenig flirten mit Nachbarn(in)/Arbeitskollege(in) bis zu einer häuslichen Polygamie mit allem Drum und Dran, wie oben verlinkt. Die Frage ist nur, ob und inwiefern können alle Beteiligten von einer solchen Konstellation profitieren oder/und inwiefern sind sie bereit, sie mitzutragen.
_________________
1. Mein Blog
2. Polyamorie
3. Abb. XYZ


Zuletzt bearbeitet von luk69 am So Jun 02, 2013 10:17, insgesamt 3-mal bearbeitet
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longway





Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 09.05.2013
Beiträge: 54
BeitragVerfasst am: So Jun 02, 2013 8:14    Titel: Antworten mit Zitat

Danke Luk für Deine ausführungen. aus meinem nun zweiwöchigen aufenthalt hier im forum komme ich zu dem schluss, dass mein partner asexuell und polyamurös ist.

eigentlich verlief unsere beziehung, bisher ohne gemeinsame wohnung, recht harmonisch.

eine anscheinend nicht lösbare problematik gab es, wegen seiner, für mich nicht nachvollziehbaren, weigerung eine person enttäuschen zu müssen, um einen „wunsch“ von mir zu erfüllen.

ich konnte seine starre haltung in dem punkt nicht nachvollziehen. inzwischen ist mir klar, dass er für diese person die gleichen gefühle hat wie für mich.

es gibt noch eine dritte person, die mir bekannt ist, der er sich verbunden fühlt. diese frau plant seine/unsere urlaubsreisen, sprich läd ihn regelmässig dazu ein (zusammen mit mir) an von ihr ausgewählten reisen teilzunehmen.

die beiden anderen damen sind in sexueller gemeinschaft verpartnert. die „reisebeziehung“ hat vor ihrer ehe einen exklusiv-partner-versuch mit ihm gehabt. mein freund sagt dazu, sie würden sich gut vertragen, aber halt nur für die dauer von urlaubsreisen.

weil ich die zusammenhänge nicht verstanden habe, stand ich seinem wunsch zusammen zu wohnen, bisher negativ gegenüber. jetzt weiß ich wenigstens warum er sich so verhält, wie er es tut.

Luk schrieb, für solche konstellationen sei ehrlichkeit und offenheit erforderlich. denke die realität sieht vielmehr anders aus.

keine der beiden anderen „weiß“ dass mein freund asexuell und polyamurös ist. für die beiden wird das auch keine rolle spielen, denn sie sind sexuell und (wie so oft) mit ihren „monogamen beziehungen“ nicht so „richtig glücklich“. mein freund fungiert in ihrem leben, in meinen augen, als „seelenaufputzer“. für ihn macht es wiederum keinen unterschied, weil er mit dem, was er von ihnen zurückerhält, vollkommen zufrieden ist.

ich muss für mich klären, wie ich mich auf dauer in der konstellation „einrichten“ kann. merke aber schon jetzt, dass es nicht gehen kann, wenn es mir nicht auch möglich ist, weitere „beziehungen“ zu haben.

zu diesem punkt muss ich sagen, dass ich mich des gefühls nicht erwehren kann, dass mein freund mit „beleidigtem rückzug“ reagiert, wenn er merkt, dass ich mich für andere männer interessiere. das ganze fühlt sich für mich teilweise ziemlich „strange“ an.
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Prinzess
abgemeldet




Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 30.12.2013
Beiträge: 1477
BeitragVerfasst am: Di Dez 31, 2013 8:49    Titel: Antworten mit Zitat

Lennon hat folgendes geschrieben:
Aus meiner Sicht unterhält man bereits polyamouröse Beziehungen, wenn man mehr als eine feste, intime Freundschaft pflegt. Liebe gibt es schließlich in mehreren Varianten. Nicht nur in romantischer oder sexueller Form.


Da ist was dran.
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Margarita_02




Alter: 37
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 14.07.2014
Beiträge: 633
Wohnort: Berlin & Ruhrpott
BeitragVerfasst am: Sa Aug 09, 2014 17:29    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe den Thread gerade mit großem Interesse durchgelesen. In der Theorie finde ich polyamore Beziehungen reizvoll, und es scheint mir auch, dass die Zeit reif dafür ist, mal das übliche Zweiermodell (gesamtgesellschaftlich) zu hinterfragen. Viele der Probleme, vor denen viele Asexuelle stehen, würden sich womöglich lösen, wenn polyamore Modelle verbreiteter wäre. In der Praxis kann ich mir aber auch gut vorstellen, dass es zu Schwierigkeiten führt. Menschliche Bedürfnisse sind nun mal generell schwer zu vereinbaren, und je mehr Beteiligte da sind, desto mehr potentiell divergierende Bedürfnisse auch ....

Mich würde nun noch etwas konkreter interessieren, welche Erfahrungen Leute mit polyamoren Beziehungen gemacht haben - wie hat sich das entwickelt, was war oder ist schön daran, was unschön, war es von Dauer, usw. Einige haben ja oben schon berichtet, vielleicht hat ja noch jemand Lust, was dazu zu schreiben.
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Windsurfhippie





Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 13.08.2005
Beiträge: 3234
Wohnort: NZ
BeitragVerfasst am: Fr Mai 18, 2018 21:32    Titel: Antworten mit Zitat

Eigentlich müsste das für Asexuelle mit Beziehungswünschen recht praktisch sein, denn dann entsteht, wenn der Kopf mitspielt, so eine Art Arbeitsteilung oder Verteilung der Interessen zwischen den Menschen, die zueinander polyamoure Beziehungen aufbauen.
Also müsste auch die Verlustangst keine so große Rolle spielen, wenn etwa das Sexuelle bei den sexuellen Partnerinnen stattfindet, und das Emotionale mit Asexuellen möglich ist.

Ich habe es jetzt auch nicht so gelesen, als sei das eine gefällige Ausrede für alle die, welche gerne wahllos in der Gegend herum poppen. Wink
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Wer später stirbt, erlebt den Tod derer, die früher sterben, und hat deshalb länger was zu lachen.
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