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Sind Polyamorie und Asexualität Gegensätze?
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Maz
ADMod Team



Alter: 44
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 14479
BeitragVerfasst am: Fr Jun 21, 2019 11:38    Titel: Antworten mit Zitat

Ok auch ne Möglichkeit. Aber daß 2 Leute gleichzeitig polyamourös "werden" ist ja statistisch gesehen schon recht unwahrscheinlich Wink
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Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 22.05.2019
Beiträge: 561
BeitragVerfasst am: Fr Jun 21, 2019 11:39    Titel: Antworten mit Zitat

Maz hat folgendes geschrieben:


Ja das ist vielleicht auch schon wieder etwas extrem zumindest wenn der erste Sex nicht mit Ü30 war.
Das klingt für mich irgendwie so als ob die "alte Liebe" das mit der Monogamie schon früher nicht ganz so eng gesehen haben könnte. Vielleicht hast du das blos nicht mitbekommen? Wink

Laughing

Mit 20.

Ansonsten, weiss man es? Bei ihr aber eher unwahrscheinlich (wir kennen uns ja schon wirklich lange). Die "neue" (nun ja auch eine ganze Reihe von Jahren, insofern auch schon "gereift" Laughing) schaut zumindest auch mal gerne und mit Grinsen nach einer Sahnetorte Wink

P.S.: Beide übrigens Ü50 ... also rein kalendarisch Cool Wink

P.P.S.: @DasTenna: zutreffend verstanden

Maz hat folgendes geschrieben:
daß ... Leute ... polyamourös "werden" ...


... ist so wahrscheinlich, wie dass asexuelle Menschen allosexuell "werden" Wink
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Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 22.05.2019
Beiträge: 561
BeitragVerfasst am: Fr Jun 21, 2019 11:53    Titel: Antworten mit Zitat

Maz hat folgendes geschrieben:
Ok auch ne Möglichkeit. Aber daß 2 Leute gleichzeitig polyamourös "werden" ist ja statistisch gesehen schon recht unwahrscheinlich Wink


Äußerst unwahrscheinlich.

P1 ist ziemlich sicher nicht polyamorös, P2 wohl ebenfalls nicht, obwohl einem Vergnügen nicht immer abgeneigt (allosexuell halt). Also die beiden lieben sich nicht, weder romantisch noch sonstwie. Also keine Triade (dürfte nahezu nie vorkommen, drei polyamoröse Menschen, die sich allesamt ineinander Verlieben, das scheint mir so Wahrscheinlich, wie den Augenblick eines Protonenzerfalls zu erleben Laughing), sondern eher Wing-Center-Wing. Center (ich) hört sich toll an, ist aber schon recht anstrengend, manchmal Laughing
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Maz
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Alter: 44
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 14479
BeitragVerfasst am: Fr Jun 21, 2019 11:56    Titel: Antworten mit Zitat

Also ist P1 nach wie vor monogam aber freut sich für dich über P2 und erfüllt daher das Kriterium Teil einer polyamourösen Konstellation zu sein?
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DasTenna




Alter: 38
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 24.10.2016
Beiträge: 1015
Wohnort: Saarland
BeitragVerfasst am: Fr Jun 21, 2019 12:06    Titel: Antworten mit Zitat

Apodemus hat folgendes geschrieben:
Maz hat folgendes geschrieben:
daß ... Leute ... polyamourös "werden" ...
... ist so wahrscheinlich, wie dass asexuelle Menschen allosexuell "werden" Wink
Weswegen es ja, meiner Ansicht nach, nicht so einfach ist, Polyamorie rein von der Verhaltensebene her zu beobachten. Very Happy

Maz hat folgendes geschrieben:
Natürlich gibt es viele Gründe, die zu einem nicht zur Orientierung passenden Verhalten führen können, aber die lassen sich ja meistens doch auch aus der Lebensgeschichte erschließen.
Was im erweiterten Sinne zum Kontext gehört, aus dem heraus sich ein Verhalten erklären lässt.

Maz hat folgendes geschrieben:
Ich denke wir sind uns aber z.B. auch einig, daß die Motivation "homosexuelle Beziehung um die eigene Heterosxualität zu verschleiern" keinerlei Sinn ergibt.
Und zwar schlicht deshalb, weil dazu keine Notwendigkeit besteht. Heterosexualität stand schließlich weder unter Strafe noch wurde/wird sie geächtet.

Wenn wir jetzt mal bei den sexuellen Orientierungen bleiben und die Paraphilien ausklammern, gibt es, denke ich, eine Gemeinsamkeit, die eine stärkere Gewichtung der Empfindungsebene über der Verhaltensebene zeigt: Die Verhaltensebene kann kontrolliert werden, die Empfindungsebene (eher) nicht.
Zwar erfordert es mehr oder weniger große Anstrengung und Überwindung, ein dem Empfinden widersprechendes Verhalten an den Tag zu legen bzw. nicht dem eigenen Empfinden gemäß zu handeln, aber es ist definitiv einfacher möglich, als das Empfinden abzustellen oder zu ändern.
Angst vor der Überquerung einer Brücke lässt sich beispielsweise auch nicht abstellen, wohl aber kann ein Mensch sich dazu überwinden, die Brücke trotzdem zu überqueren. Oder trotz des Wunsches, am liebsten schreiend davon zu laufen, vor über 100 Leuten einen Vortrag zu halten. Oder trotz übelkeitsverursachender Gerüche einem anderen Menschen Windeln wechseln, ihn säubern, pflegen.
Da käme auch eher niemand auf die Idee zu vermuten, die Person habe insgeheim ein Interesse daran, das zu tun. Es ist eher so, dass diese Dinge erledigt werden müssen, teilweise um ein anderes Ziel damit zu erreichen.
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Maz
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Alter: 44
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 14479
BeitragVerfasst am: Fr Jun 21, 2019 12:25    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

Weswegen es ja, meiner Ansicht nach, nicht so einfach ist, Polyamorie rein von der Verhaltensebene her zu beobachten.


Jedes Verhalten basiert natürlich immer auch auf bestimmten Motiven/Motivationen und in jedes Verhalten spielen so gesehen immer auch Dispositionen mit rein. Aber wenn ich nun z.B. mit 50 Jahren anfangen würde mich für Fußball zu interessieren kann man doch nicht behaupten ich wäre schon die ganze Zeit davor in Wirklichkeit ein Fußballfan gewesen.

Gerade der Umstand, daß sich solche Dinge verändern können unterscheidet ja sexuelle Orientierungen von sexuellen Präferenzen oder noch allgemeiner von bestimmten Interessenslagen.

Zitat:

Und zwar schlicht deshalb, weil dazu keine Notwendigkeit besteht.


Umso weniger Notwendigkeiten bestehen desto stärker sollte demnach die Übereinstimmung von Verhalten und Orientierung sein.
So gesehen sollte homosexuelles Verhalten unter den Bedingungen unserer Gesellschaft bei Heterosexuellen fast nicht vorkommen, sexuelles Verhalten mit einer gewissen/mittleren(?) Wahrscheinlichkeit bei Asexuellen und heterosexuelles Verhalten mit einer relativ hohen Wahrscheinlichkeit bei Homosexuellen, wobei sich da in den letzten Jahrzehnten extrem viel geändert haben dürfte.

Andererseits gibt es dann aber wohl auch noch einen gegenläufigen Effekt, da mehr Freiheiten ja dazu "verführen" können Dinge auszuprobieren nach denen man nicht unbedingt ein starkes Bedürfnis hatte. So gesehen könnten dann zunehmend mehr Heterosexuelle homosexuelles Verhalten zeigen und ggf. auch vice versa, einfach weil die Freiheiten dazu bestehen.

Et voila die "Bisexualität" nimmt zu Wink

Die temporäre Zunahme "extremerer" sexueller Verhaltensformen wie z.B. BDSM könnte sich ggf. auch darüber erklären lassen und würde dann nicht zwingend bedeuten, daß die Leute tatsächlich eine Disposition in dieser Richtung haben.
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Zuletzt bearbeitet von Maz am Fr Jun 21, 2019 13:08, insgesamt 4-mal bearbeitet
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Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 22.05.2019
Beiträge: 561
BeitragVerfasst am: Fr Jun 21, 2019 12:32    Titel: Antworten mit Zitat

Maz hat folgendes geschrieben:
Also ist P1 nach wie vor monogam aber freut sich für dich über P2 und erfüllt daher das Kriterium Teil einer polyamourösen Konstellation zu sein?


Boah, was bist Du neugierig Laughing

Ich gehe bei P1 davon aus. Ja, mittlerweile freut sie sich für mich, hat insbesondere alle Verlustängste ablegen können, weil sie die anhaltende Nähe und Liebe jetzt ja schon Jahre erlebt hat. Es ist also wohlwollend akzeptiert

Eifersüchtig sind beide. Und kündigen beide an, jeder (außerstehenden!) Frau, die mir zu nahe kommt, die Augen aus zu kratzen. Lachen dabei aber . Nach dem Motto "noch eine kommt uns nicht in die Tüte" Laughing Wink

Beide halten das mit Polyamorie wohl für seltsam. Und Demisexualität für totalen Quatsch. Daher auch die o.g. Drohung mit Augen auskratzen Wink

Wie bei allen Dingen ist auch bei Polyamorie ein intellektueller Überbau konstruiert worden. Klar, einzig "wahr" wäre beispielsweise eine Triade (bedeutend, dass zwei der Partner auch noch bi sein sollten, sofern alle 3 sexuell sind). Ich kenne allerdings in der Praxis keine, noch nicht einmal vom Hörensagen.
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Maz
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Sexualität: keine Angabe
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Beiträge: 14479
BeitragVerfasst am: Fr Jun 21, 2019 12:41    Titel: Antworten mit Zitat

Ich wollte eigentlich nur wissen ob ich das Konzept richtig verstanden habe. Ich glaube ein passender Fachbegriff dafür wäre monopolyamouröse Dreiecksbeziehung Wink

Etwas schockierend hätte ich es allerdings doch gefunden wenn P1 und P2 tatsächlich spontan bisexuell geworden wären um die Triade zu schließen. Da bin ich mal froh daß das nicht so ist...wobei in Berlin ist ja alles möglich Razz Wink
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Beiträge: 561
BeitragVerfasst am: Fr Jun 21, 2019 15:45    Titel: Antworten mit Zitat

Maz hat folgendes geschrieben:
Etwas schockierend hätte ich es allerdings doch gefunden wenn P1 und P2 tatsächlich spontan bisexuell geworden wären


Wieso schockierend? Wäre doch topp! Zumal ich dann meine Ruhe hätte, wenn müde Razz Wink

Wegen Terminologie, wenns denn sein muss, schlage ich Hybride Polymorphe Amorie vor. Oder so Wink
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Sexualität: keine Angabe
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Beiträge: 14479
BeitragVerfasst am: Fr Jun 21, 2019 15:51    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

Wieso schockierend?


Das merkst du dann wenns soweit ist Razz Wink
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Anmeldungsdatum: 22.05.2019
Beiträge: 561
BeitragVerfasst am: Fr Jun 21, 2019 16:01    Titel: Antworten mit Zitat

Ich hatte im Vorpost noch ergänzt ... Razz
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Maz
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Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 14479
BeitragVerfasst am: Fr Jun 21, 2019 16:05    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

Zumal ich dann meine Ruhe hätte, wenn müde


Aber nur wenn die beiden weder dich noch deine Behausung in ihre Beziehung mit einbeziehen wollen. Wink
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Anmeldungsdatum: 22.05.2019
Beiträge: 561
BeitragVerfasst am: Fr Jun 21, 2019 16:09    Titel: Antworten mit Zitat

Zumindest im Sommer kann man(n) zur Not auch in der Garage schlafen Wink

Zum Ausgleich gäbe es zum Frühstück Rührei mit Speck für mich, beides perfekt heiss. Eine macht den Speck, die andere das Rührei, so dass beides auf den Punkt gleichzeitig fertig ist. Das wären die mir dann halt schuldig Laughing


Zum Topic
Maz hat folgendes geschrieben:
Konzept

Eben kein Konzept, ziemlich konzeptlos entstanden. Polyamorie kann m.E. ebenso wenig ein "Konzept" sein, wie beispielsweise Asexualität. Denn beides wäre dann irgendwie nicht "echt", wenn aus Erwägungen entstanden. Eben genau das, was DasTenna ja schon sinngemäß schrieb, mit einem solchen "Konzept" würden sich die meisten "Konzeptionisten" wohl verbiegen.
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Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 14479
BeitragVerfasst am: Fr Jun 21, 2019 16:28    Titel: Antworten mit Zitat

Ich meinte u.a. wegen:

Zitat:

Beide halten das mit Polyamorie wohl für seltsam. Und Demisexualität für totalen Quatsch. Daher auch die o.g. Drohung mit Augen auskratzen


Das paßt doch nicht so ganz zum theoretischen Modell polyamoröser Beziehungen. Somit liegt hier dann eben eher eine

Zitat:

Hybride Polymorphe Amorie vor


Wink
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Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 22.05.2019
Beiträge: 561
BeitragVerfasst am: Fr Jun 21, 2019 17:07    Titel: Antworten mit Zitat

"theoretische Modelle" in Beziehungssachen .... Laughing

Wir haben zu Dritt auch schon einige Male überlegt so einen Theoretiker in Form von Beziehungsberater in den Wahnsinn oder zur Umschulung zum Kfz-Mechaniker zu treiben .... Wink

Erinnert mich an eine Loriot Szene beim Eheberater.

https://www.youtube.com/watch?v=KC4S8TVyWpk
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